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Äthiopische Kinderhilfe SELAM e.V.
Vorsitzender: Peter Ulich
Alte Landstraße 27
88138 Sigmarszell
Bankverbindung:
Sparkasse Langen-Seligenstadt
BLZ: 50652124
Kontonummer: 27115757
e-mail: selam-kinderhilfe@gmx.de
Tel.: 08389/577
Fax: 08389/929709

 

Gründungsgeschichte

Jahreszahl

Ereignis

1962-1972

David und Marie-Luise Röschli leben mit ihren vier Kindern in Äthiopien. Während dieser Zeit adoptieren sie sechs äthiopische Waisenkinder.

1975

Rückkehr in die Schweiz als Großfamilie

1984

Zahai Röschli, das älteste der Adoptivkinder, besucht ihre ehemalige Heimat,  die von einer großen Hungersnot heimgesucht wird, kehrt erschüttert in die Schweiz zurück und äußert den Wunsch, in Äthiopien ein Waisenhaus aufzubauen.

1985

Gründung des Vereins "Kinderheim Selam" in der Schweiz. Zahai schlägt ihren  Wohnsitz in Addis Abeba auf. Zielstrebig verhandelt sie mit der kommunistischen  Regierung und bekommt zum Bau eines Waisenhauses am Stadtrand 30.000 m² zur Verfügung gestellt. David Röschli arbeitet in der Schweiz die Pläne für das  Waisenhaus und die Infrastruktur aus. In zähen Verhandlungen erlangt Zahai die  Bewilligung, alles Baumaterial, Kleider, Lebensmittel usw. zollfrei einführen zu dürfen. Im Mai verlässt der erste Schiffscontainer die Schweiz.

1986

Am 16. Januar wird der Grundstein für das Hauptgebäude gelegt. Am 16. Juli ziehen die ersten 19 Knaben und 13 Mädchen ein. Weitere 15 Kinder werden wegen der großen Not aufgenommen. Von World Vision übernimmt das Selam weitere 22 Kinder. Bis Ende des Jahres ist die Selam-Familie auf 69 Kinder im Alter von 3 bis 16 Jahren angewachsen.

1987

Am 9. Mai ist offizielle Eröffnungsfeier in Anwesenheit hoher äthiopischer Regierungsbeamter, des Schweizer Botschafters und vieler Ehrengäste. Aus den aus  der Schweiz gesandten Containern werden Küche Büros, Werkstätten und  Andachtsraum gebaut. Ein Hühner- u. ein Kuhstall für die angestrebte Selbstversorgung folgen. Ein Schulhaus mit 4 Klassenräumen für die 69 Selamkinder ist das nächste Bauvorhaben. Die Staatsschulen sind überfüllt, der Unterricht miserabel. David besucht im Dezember das Kinderheim, um die von ihm geplanten Projekte zu begutachten. Zahai hat Hervorragendes geleistet! 129 Kinder leben im  Selam.

1988

David Röschli siedelt ins Selam um, um für die Selam-Jungen und Jungen von  anderen Waisenhäusern ein Berufsausbildungszentrum zu bauen und ihnen damit eine Existenzgrundlage zu bieten. Bau der Sanitätsstation (ambulante Klinik), zu der die Schweizer Regierung finanzielle Hilfe gibt. In der eigenen Schule werden  bereits 343 Kinder vom Selam und der näheren Umgebung in den Klassen 1 - 6  unterrichtet.

1989

David und Marie-Luise Röschli ziehen ins Selam. Die äthiopische Regierung  stellt 400.000 m² Land zum Bau der Berufsschule 2 km vom Kinderheim entfernt zur  Verfügung. David entwirft die Pläne für alle geplanten Gebäude (Werkstätten,  Schlafhäuser, Büros, Cafeteria usw.), die von der Regierung gebilligt werden.  Zufahrtsstraße, Brücke, erste Straßen im Areal entstehen, der Bau der  Lehrwerkstätte für die erste Schlosserklasse beginnt. Beim Kinderheim wird ein  großer Gemüsegarten angelegt. Eine amerikanische Mission bohrt im Selam-Areal  nach Wasser. In 124 m Tiefe wird sie fündig.

1990

Trotz Zement- und Treibstoffknappheit, Transportproblemen mit den Containern usw. gehen die Bauarbeiten voran. Die ersten vier Gebäude sind errichtet und wellblechgedeckt, das Areal umzäunt, 400 Obstbäume gepflanzt. 100 Mitarbeiter sind auf dem Bau beschäftigt. In der Schweiz werden Maschinen und Werkzeuge für die Schlosserlehrlinge verladen. Kindergarten und 7. und 8. Klasse werden eröffnet (insgesamt jetzt 804 SchülerInnen). Ein Babyhaus für die Findelkinder wird geplant, weitere Mitarbeiterhäuser werden gebaut.

1991

Ein Schlossermeister mit Familie und ein Baufachmann und seine Frau treffen  im Selam ein. Juni: Sturz der kommunistischen Regierung. Die Mitarbeiterfamilien  kehren vorübergehend wegen der gespannten Lage in die Schweiz zurück. In Äthiopien nimmt das Flüchtlingselend tragische Ausmaße an. Durch eine spezielle Hungerhilfe-Aktion wird eine Sofortmaßnahme durch Abgabe von Lebensmitteln, Wolldecken für einige tausend Menschen in die Wege geleitet. Ein Mechanikermeister für das Berufsbildungszentrum und seine Frau als Leiterin des  Babyhauses mit 24 Betten werden von einem Schweizer Hilfswerk zur Verfügung gestellt. Ein großes Treibhaus und das Geld für einen modernen Kuhstall erhält das Selam geschenkt. Im September ziehen die ersten Säuglinge ins Babyhaus ein.  Oktober: Ein äthiopischer Christ wird als Schulleiter angestellt. Das  Verwaltungsgebäude, das Klassengebäude und Lehrwerkstatt 1 sind einzugsbereit. 6  Selam-Jungen und 12 Auswärtige beginnen die Schlosserlehre. November: 62  Flüchtlingskinder werden zusätzlich aufgenommen. Insgesamt sind 203 Kinder und  Jugendliche im Selam.

1992

Immer wieder gibt das Selam Nahrungsmittel, Kleider und Wolldecken an  Ex-Soldatenfamilien und Flüchtlinge weiter. Im Juli findet die 1. Christliche  Waisenkinder-Union-Konferenz mit 350 Teilnehmern im Selam statt. Der Bau einer  Kapelle wird begonnen. In der Selam-Klinik werden durchschnittlich 690 Patienten pro Monat ambulant gepflegt. Im Oktober ziehen 59 Schlosser- und Maschinenmechanikerlehrlinge im Zentrum ein. Schlafhaus und Werkstatt 2 werden  mit Verzögerung fertig. Die schweizerischen Lehrmeister lernen äthiopische Assistenten an. Die niederländische Regierung stellt einen Gewerbeschullehrer  zur Verfügung. Die Herstellung von Pflügen, Wassertanks, Eselswagen u.a. gehört zum Lehrprogramm. Die Cafeteria wird gebaut.

1993

Ein Gymnasium (9.-12. Klasse) wird geplant, der Bau begonnen. Die  Staatsschulen werden schlechter. Insgesamt 1043 Kinder besuchen die  Selam-Schule. Der Gemüsebau beansprucht 5 ha Land. Milch, Butter, Hüttenkäse,  Eier, Gemüse, Blumen aus eigener Produktion finden guten Absatz in der Stadt. Oktober: 99 Lehrlinge wohnen und arbeiten im Zentrum. Zwei große Werkhallen, das  zweite Schlafhaus werden gebaut, die Cafeteria in Betrieb genommen. Viele Arbeitsaufträge: Fischerboote, Turbinen, Getreidemühlen, Ölpressen, Bioglasglocken u.a. Leute werden im Herstellen von Zementziegeln und  zementstabilisierten Erdblocks angelernt, die Maschinen dazu im Zentrum angefertigt. Die meisten Häuser im Zentrum werden mit eigenen Ziegeln gedeckt.  Das Mädchen-Ausbildungszentrum wird geplant.

1995

4. Februar: Gründung des deutschen Vereins "Äthiopische Kinderhilfe SELAM e.V.". Dezember 95: 18 Waisen im Babyhaus, 127 im Kinderheim, davon 45 im  Berufsausbildungszentrum; zusätzlich 111 Jugendliche im Ausbildungszentrum aus  anderen Waisenhäusern; daneben Erwachsenenbetreuung und Unterrichtung vieler  weiterer äthiopischer Kinder; Gesamtzahl der Schüler: 1005

1996

26./27.4.: Jubiläumsfeier und Eröffnung des Gymnasiums; Pilotprojekt der UNESCO: Herstellung von 225 Handmühlen im Ausbildungszentrum, Bau von 200  Getreidemühlen und 800 Mahlsteinen; Beginn der Arbeit im  Mädchenausbildungszentrum mit dem Ziel: Führung eines internationalen Haushalts; Weiterbildung zur Köchin möglich.

1997

23. August: 33 junge Männer beenden ihre vierjährige Lehrzeit mit Erfolg und  finden fast alle eine Arbeitsstelle; Möglichkeit einer einjährigen Weiterbildung  zum Werkzeugmeister.

1998

Erster Abschluß des “12 plus 2 Ausbildungsprogramms”; Gemeinschaftssolarkocher - und Adopt-a-Garden-Programme werden gestartet.

1999

Dr. Negasso Gidada, Präsident der Bundesrepublik Äthiopien, stattet dem STVC einen offiziellen Besuch ab und ist sehr beeindruckt von der dort gezeigten  Leistung.

2000

Die Ausbildung erhält die volle staatliche Anerkennung, worum man sich 10 Jahre lang bemüht hat.

2001

Das SELAM wächst weiterhin, es werden 39 Kinder und 1 Baby zusätzlich aufgenommen, ein Mitarbeiterhaus wird deshalb zum Kinderhaus umgebaut.

2002

Der amerikanische Botschafter besucht das SELAM und bestellt für das UNHCR (UN-Flüchtlingskommision) 50 Handmühlen, die im SELAM entwickelt und hergestellt werden.

2003

Spatenstich für SELAM II. Es soll vor allem Kindern dienen, deren Eltern an Aids verstorben sind. Das Babyhaus wird zum Kinderhaus umgebaut, da vom Sozialamt keine Babys mehr an das SELAM vermittelt werden.

2004

Das erste Haus im SELAM II ist fertig, 25 Kinder ziehen ein, an den Eröffnungsfeierlichkeiten nehmen u.a. der äthiopische Staatspräsident und der Schweizer Botschafter teil.

2005 Ein Generationswechsel bahnt sich im SELAM an, Marie-Luise und David Röschli arbeiten ihre Nachfolger, das Ehepaar Corinne und Markus Büchler ein. Sowohl der SELAM-Verein in Pfungen/Schweiz als auch der Deutsche SELAM-Verein haben nun neue Vorstände.
2006 Unruhen im Lande nach einer Wahl wirken sich auch auf das SELAM aus. In Winterthur findet anlässlich des 20jährigen Bestehens des Schweizer Vereines eine große Veranstaltung statt ,u.a. ein Sponsorenlauf mit  Haile Gebreselassie, der eigens für das Selam aus Äthiopien anreist..

2007

Corinne und Markus Büchler lösen nun Marie-Luise und David  Röschli als Leiter ab. Im Selam wird eine  Verzinkerei gebaut, Am 12. September wird auch im Selam der Beginn des neuen Millennium gefeiert.: Das äthiopische Jahr 2000 beginnt (Julianischer Kalender). Die Preise im Land sind stark angestiegen.

2008

Die weltweite Preissteigerung macht sich vor allem in Äthiopien bemerkbar, die Preise für Teff sind um das vierfache angestiegen, die Menschen geben ihr wenig verdientes Geld nur noch für Nahrung aus. Auch das Selam ist davon massiv betroffen und stellt die Verantwortlichen im Selam vor große Herausforderungen. Der deutsche und der schweizerische SELAM-Verein arbeiten nun sehr eng zusammen, um die Eigenkosten zu senken.

2009 In Deutschland startet eine Spendenhäuschen-Aktion um das Selam bekannter zu machen.
2010

David Röschli, der Selam-Papi verstirbt im Alter von 76 Jahren in der Schweiz. Er hielt sich dort aus gesundheitlichen Gründen auf. David Röschli war der Motor der Ausbildungsstätte, seine Erfindungen und Konstruktionen machten das Selam in ganz Afrika bekannt.
Das Selam steht nun erstmals unter äthiopischer Leitung: Ato Zenebe übernimmt die Gesamtleitung von Markus und Corinne Büchler, die Beiden kehren in die Schweiz zurück.

2011

25 Jahre, das SELAM feiert ein Vierteljahrhundert seit Entstehen des ersten Gebäudes im Jahre 1986. In der Schweiz wird dies in Winterthur mit einem SELAM-Tag würdig gefeiert, ehemalige SELAM-Kinder berichten aus ihrer SELAM-Zeit, Marie-Luise und Zahai Röschli erzählen Anekdoten und Geschichten aus dem SELAM.

2012-2014 Etliche Veränderungen prägen nun das SELAM. Die ersten Gebäude aus der Anfangszeit werden umgebaut und werden nun als Tageskinderstätten benutzt. Mütter geben dort am Morgen ihre Kinder ab, gehen Arbeiten und holen dann am Nachmittag ihre Sprösslinge wieder ab.

Mit deutschen Spendengeldern entsteht im Ausbildungszentrum ein Sportplatzgelände . Den Kindern und Jugendlichen sollen besser Sportmöglichkeiten geboten werden, auch ortsansässige Vereine können dort Übungsstunden abhalten.

Marie-Luise Röschli lebt nun wieder im SELAM – im Röschli-Family-Retirment Home freut sich Marie-Luise über ihre Hunde und Hühner und natürlich über Besuch. Zahai ist fast täglich im SELAM anzutreffen.